Wir wurden vom evangelischen Kirchentag sehr bewegt, „damit mir klug werden“, das Motto. Wie aber könnten wir uns darüber schlau machen, wie es sein kann, dass unser Vermögen, den Nächsten zu lieben vielfach ganz einfach scheitert?

Wo liegen die Gründe, wenn wir meinen, so etwas wie eine „subkutane Angst“ gehe um? Warum gerät der Mensch überhaupt in seelische Not? Und wie ist ihm zu helfen? Nehmen Konfliktsituationen im Alltag zwangsläufig zu, oder kann es sein, dass wir deren Entstehung schuldhaft verursachen? Wie kann es sein, dass der Kontakt zur eigenen Innenwelt manchmal abreist, und sehr viele Gedanken über sehr wenige Themen zu belastenden, ja krank machenden Gefühlen werden? Welche Bedeutung hat in diesem Zusammenhang die Achtsamkeitsbewegung? Und wie sind die Chancen für eine Gesundung in einem Umfeld von Eigenverantwortlichkeit zu sehen?

Für die Erhellung dieses gewaltigen psychosomatischen Fragenkomplexes konnten wir den Chefarzt der Wendelsteinklinik in Gammertingen

Neurologe und Psychiater Herrn Dr. med. Dr. phil. Ralph-Michael Karrasch gewinnen.

Es gelang in Erfahrung zu bringen, wann wir besser die „Reißleine“ ziehen sollten, um professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Im anschließenden Stehempfang konnten sich noch in individuelle kleinen Gruppen hierüber austauschen.